Trüffelsuche überall in Bayern - rund 300 Arten...

Bayern – das vergessene Trüffelland!                             Morchelkurs 15.-17. April 2016
Trüffelsuche mit Hund (Grundkurs I)
Nicht selten findet man sie direkt vor der eigenen Haustür oder im Garten! Als obligate Lebenspartner verschiedener heimischer Bäume wie  Linden, Birken, Hasel, Fichte, Eiche, Rotbuche oder auch Hainbuche besiedeln sie bevorzugt kalkhaltige Böden. Das geheime Truffle hunt with dog_1Wissen über Trüffelsuche und Trüffelfunde in Deutschland allerdings ist mit den Wirren des 1. Weltkrieges völlig verloren gegangen. Die wenigen „Trüffeljäger“, die den ersten Weltkrieg überlebten, gaben die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten ebenfalls nicht weiter, so dass Deutschland schließlich als Trüffelnation allmählich völlig – selbst bei den Pilzexperten - in Vergessenheit geriet.  (Das Bild zeigt Susanne mit ihrem Hund bei den ersten Trainingseinheiten)

Trüffeln in Deutschland
Dabei waren große Teile in verschiedenen Bundesländern wichtige Hochburgen der „Trüffelfundstelle_1Trüffeljäger“. So weiß man, dass diese kulinarischen Köstlichkeiten u. a. in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und vor allem Niedersachsen gewerbsmäßig gesucht wurden. 80-120 kg betrug damals die an Großhändler abgelieferte, durchschnittliche Jahresernte eines normalen  Trüffeljägers. Gute Trüffeljäger brachten es in manchen Jahren auf 180 kg. Anderswo behielten Guts- und viele private Waldbesitzer  in diesen Zeiten die Schätze gern für sich, oder diese wurden gleich im Nahbereich verbraucht. Einheimische Händler allerdings belieferten nicht nur Wurstfabrikanten, Fürstenhäuser und Kirchenoberste in ganz Deutschland, sondern auch Sterne-Hotels, den Adel und Hochadel. Bis ins europäische Ausland.  (Zum Bild links: Ob Dackelmix, Lagotto oder Mops, alle Hunde sind zur Trüffelsuche geeignet. - Aber nicht alle Hundeführer?!!)

Lasst Euch nicht länger von den so genannten Pilzexperten an der Nase rumführen...
In Deutschland verloren gegangenes Wissen und grundlegende Fähigkeiten zu vermitteln, Trüffelgeruch_1Nachweise über das tatsächliche Vorkommen sowie die Erforschung des Anbaupotentials in Deutschland zu erbringen, ist Ziel einer neuen Aufklärungsserie der Pilzschule mit speziellen Kursen für „Trüffelsucher mit Hund“. Grundkurs I fand im Oktober  2012 erstmals in Bayern in Kooperation mit der VHS Schrobenhausen an der VHS in Neuburg a.d. Donau statt. Ergebnis: Über 1000 (!) Trüffelstellen sind seitdem in Bayern allein von Tuber aestivum (Sommertrüffel bzw. Burgundertrüffel) nachgewiesen. Sogar an verschiedenen Stellen mitten in München. 
(Zum Bild links: Das lässt sich Uli nicht entgehen. Wie so oft hat der Hundeführer gar nicht bemerkt, dass sein Hund eine Trüffel angezeigt hat. Ist die Trüffel reif genug, kann man sie mit etwas Übung deutlich mit der Nase dicht an der Erde wahrnehmen...)

Inzwischen haben wir die Ausbildungsstätte der Pilzschule direkt ins riesige Trüffelgebiet im Mischling auf Trüffelsuche_1Fränkischen Jura verlegt: Erst nach Eichstätt und jetzt nach einer erfolgreichen Sonderveranstaltung der “Forschungsgruppe Hypogäen” nach Pappenheim. Vermittelt werden auf diesem Kurst Grundwissen  zur deutschen Trüffelgeschichte, nationale und internationale Marktsituation, Systematik und Ökologie dieser besonderen völlig unterschätzen Pilzgruppe. Dazu wird in sorgfältig aufeinander abgestimmten Ausbildungsschritten an zwei Tagen den Hunden sowie den Hundeführern in Theorie und Praxis beigebracht, wie und wo man Trüffeln findet. (Zum Bild links: Allein die seit März 2011 von der Pilzschule ausgebildeten zehn erfolgreichsten Trüffelsucher haben in dieser kurzen Zeit  in Deutschland über 60 Trüffelarten und weit über 5000 (!)  Trüffelstellen nachgewiesen.) Da sich diese edlen Knollen auch in Deutschland anbauen lassen, gehen wir auf dieses Thema ebenfalls kurz ein. 
Empfehlung zum Trüffelanbau: Ein ausführlicher Lehrgang zur Pilzzucht und Trüffelanbau in Deutschland fTrüffelanbau in Deutschland_1inden Sie hier (Das Bild zeigt Mira und Alex, zwei deutsche Jungunternehmer in Portugal  im Gespräch mit Juan, einem dem größten Trüffelbaumproduzenten in Spanien bei einer Rundreise mit der Pilzschule. Was wir von den auf dem Weltmarkt führenden Spaniern , vor allem auch von den Australiern (!) lernen können, wird auf dem Kurs über Pilzanbau im Juli präsentiert) - So kostet in Deutschland ein Trüffelbäumchen rund 35 €. Auf dem Kurs wird gezeigt, wie Sie das selbst für weniger Euro selbst machen können... 

Trüffelsuche mit Hund - Grundkurs II
Kursgebühr: 225€ (175€/Person und/oder Begleitperson sowie 50€/Hund)
Veranstaltungsstätte/Ort:  Landgasthof zum Grünen Baum, Dr.Dr. Berta Kipfmüller-Str. 4 in 91788 Pappenheim  http://www.gruenerbaum-pappenheim.de/ 
Termin: 15.-16. Oktober 2015,
Zeiten:
Samstag 10.00 - 17.00 Uhr und Sonntag 09.00 - 15.30 Uhr
Maximale Teilnehmerzahl: 10 Personen mit max. 10 Hunden
Anmeldung: direkt bei der Pilzschule per Mail oder über www.trueffelbaumschule.de
Lehrmaterial: Empfohlener  Lernfilm auf CD mit Arbeitsheft  als pdf-Datei zum Thema http://pilzlehrfilm.de/html/trueffelsuche.html 

Pilze in fremden Lebensräumen gezielt suchen, sammeln und bestimmen
Pilzseminar: Ökologie der Pilze (Morchelkurs)
Untertitel: „So findet man Pilze und Pilzstellen” unter besonderer Berücksichtigung der Pilze im Frühjahr und Frühsommer“ = Kurs II
Termin: 15.-17. April 2016 als Wochenendseminar Fr 18.30-21.30, Sa 09.-17.00 Uhr und So 09.00 -15.00 Uhr (Ganztagsexkursion in verschiedenen Lebensräumen) 
Morcheln, Lorcheln, Maipilze & Co.
Speisemorche-nah_1
Morcheln! Schon der Klang des Namens lässt nicht nur bei Gourmets das Wasser im Munde zusammen laufen. Wer aber als Speisepilzsammler bis zum Herbst wartet, ist schlecht beraten: Bis dahin hat er eine Menge, sogar das Beste verpasst - beginnt doch mit den köstlichen und sündhaft teuren Morcheln gerade in diesen Tagen die Hauptsaison der Frühjahrspilze. Schon  folgen mit dem Maipilz und den ersten Schusterpilzen die nächsten Leckerbissen. - Wer weiß schon, dass es Goldröhrlinge und Steinpilze bereits ab Ende Mai, Pfifferlinge und Rotkappen schon ab Anfang Mai gibt?
Wer aber die lebensgefährlich giftige Frühjahrslorchel nicht von den essbaren Morcheln, wer den tödlich giftigen Ziegelroten Rißpilz nicht vom Maipilz unterscheiden kann und den Maipilz Calocybe gambosa_1Frühlingsknollenblätterpilz nicht kennt, sollte lieber die Finger vom Sammeln lassen, oder sich die erforderliche Sachkenntnis auf einem Pilzkurs aneignen. Welche 30-40 häufigeren Pilzarten in den nächsten Wochen wo zu erwarten sind und wie man sie findet wird auf einem Wochenendseminar gezeigt und erläutert. Integriert sind zwei Praxistouren am Samstag und Sonntag.
Ort: VHS in Neuburg an der Donau
Anmeldungen: per Mail                                                      Kursgebühren: 150 €/Person