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Pilzkunde im Norden von Deutschland erlernen: aktuelle Termine 2012 Pilzlehrgänge - Pilzbestimmung - Pilzlehrfilme - Pilzexkursionen - Pilzkurse oder was auch immer irgendwo genannt wird, auf dieser Homepage erfahren Sie, was die Pilzschule in der Region Hamburg alles so bietet... Erste Morchelfunde jetzt auch in Hamburg - und wann die ersten Trüffelfunde?
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Von der Idee zur Pilzschule Entstanden aus der Idee eines Einzelnen, des Gründers der mobilen Pilzschule, entwickelten sich regelmässige Treffen einiger Pilzfreunde, den so genannten “Pilzfreundetreffs” zunächst in Wolfenbüttel in Süd-Ost-Niedersachsen, später dann auch in der Region Hamburg. Durch die dynamische Initiative der Pilzschule entwickelten sich kleine und größeren pilzkundliche Arbeitskreise bis hin zu Pilzvereinen in insgesamt über 100 Orten in verschiedenen Bundesländern. Zur Vermittlung und Vertiefung der Kenntnisse werden dort in unregelmäßigen Abständen Kurse, Lehrwanderungen und Seminare geboten. Aktueller Stand: In den letzten fünf Jahren haben inzwischen mehr als 200 Pilzfreunde aus Hamburg und den angrenzenden Orten an den verschiedenen Kursen und Praxistouren der mobilen Pilzschule teilgenommen. Ausbildung statt Beratung Niemandem ist dadurch nachhaltig geholfen, dass seine gesammelten Pilze durch einen Pilzsachverständigen fachmännisch begutachtet werden, indem dabei einfach nur die nicht essbaren Pilze aussortiert und der Rest zum Verzehr freigegeben wird. Derartige, weit verbreitete Unsitten streicheln und bestätigen nur die Eitelkeit einiger Pilzberater. Sie führen - wenn auch unbeabsichtigt - zur unkontrollierten Sammelei, zum regelrechten Raubbau. Fazit: Ausbildung durch die Pilzschule - statt Beratung Kurzbilanz: In Hamburg-Harburg wurden daher in den vergangenen fünf Jahren die Kurse I (mehrfach), Kurs II, III und IVa angeboten und durchgeführt. Dazu gehörten mehr als zwei Dutzend Praxistouren im Jahreszeitenrhythmus mit weiteren Teilnehmern. Mehrfach wurden wir dabei vom Rundfunk, verschiedenen Zeitungen und mehreren Fernsehsendern begleitet. Hilfe zur Selbsthilfe - Kurse der Pilzschule Dem Pilzfreund oder leidenschaftlichem Pilzesser bleiben daher nur wenige Möglichkeiten: Entweder bleibt er bei den Gummiproppen III. Wahl aus der Dose, oder er baut seine Pilze selbst an und lässt das Sammeln sein. Wer aber selbst gesammelte Pilze verzehren will, muss nicht noch in seinem Bemühen unterstützt werden, Aufgaben und die damit verbundene Verantwortung auf Dritte zu delegieren. Er muss befähigt werden, allein zu entscheiden und allein die Verantwortung für sein Handeln zu tragen. Fazit: Hilfe zur Selbsthilfe durch Kurse der Pilzschule
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Hamburger für besonderen Einsatz geehrt Eine Auszeichnung der ganz besonderen Art durch die mobile Pilzschule erhielt Jochen Schöttker aus Hamburg im Frühjahr 2011. Während seiner Umschulungsphase mit bevorstehendem Wechsel in eine berufliche Neuorientierung nutze er die zur Verfügung stehende Zeit, sich in der Informationsbeschaffung zur deutschen Trüffelgeschichte erfolgreich zu üben. Dabei kamen ihm insbesondere seine ausgeprägten Fähigkeiten zur ziel- und erfolgsorientierten Arbeit, aber auch Eigenschaften wie Hartnäckigkeit, Kampfgeist und Durchsetzungsvermögen, sowie rhetorisch gute Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift zu Gute. (Das Bild oben zeigt ihn bei der Dokumentation von Morchel- und Trüffelstellen gemeinsam mit “Morchelkönig” Reinhold im “Pilzmobil” von Frank und Gudrun.)
Damit hat Jochen ein wesentliches Kapitel zur Forschungsarbeit der Pilzschule über Hypogäen beigetragen. Er hat dadurch die Voraussetzungen wesentlich verbessert, die in Deutschland verloren gegangenen Kenntnisse und Fähigkeiten über Trüffeln, Trüffelvorkommen und Trüffelsuche wieder zu entdecken und das Wissen darüber zu verbreiten. Darüber hinaus nutze er die Zeit, um an verschiedenen Sonderexkursionen mit ausgesuchten Pilzfindern zur Auswahl und praktischen Beurteilung von Trüffelstellen in verschiedenen Bundesländern teilzunehmen. Mit dem aktiven Einstieg in die Bestimmung gefundener Hypogäen (Trüffeln) mit Mikroskop schließlich, schaffte er auch den Sprung vom lupenreinen Mykophagen zum Pilzfreund.
Als äußeres Kennzeichen dieser besonderen Würdigung, hat er das gestickte Sonderabzeichen der Pilzschule erhalten. Herzlichen Glückwunsch dazu.
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Jeder sieht nur das was er weiß! Gerade die auf dem “Morchelkurs” (KURS II) vermittelten Kenntnisse zur Ökologie der Pilze am Beispiel der Morcheln führen dazu, dass überall immer mehr Pilzarten entdeckt werden, von denen man bislang glaubte, es gäbe sie in verschiedenen Bundesländern gar nicht. Hier ein aktuelles Beispiel dazu:
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Erste Morchelfunde in Hamburg Gut geschult und mit der nötigen Motivation ausgestattet: Das es ausgerechnet Bärbel (an der Fundstelle, Bild links) und Jochen Schöttker nun gelang, in Hamburg die ersten Käppchenmorcheln nachzuweisen, freut die Pilzschule besonders. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle.
Beide hatten nach einem Ökologiekurs in Hamburg erst im Dezember (!) 2008 ihre ersten (Speise-) Morcheln in freier Wildbahn auf einem Praxiskurs für Fortgeschrittene in Portugal entdeckt. Dieses erste Nachweis nun vom 17.04.2010 im Norden wird sicherlich ein Ansporn für alle anderen Hamburger Pilzschüler sein, sich an die Beschreibung der Lebensräume - wie auf KURS II vorgestellt - zu erinnern und eigene Pilzstellen zu finden.
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Und so ging es in Hamburg weiter... (Mail von Jochen an Florian + die Pilzschule) Hallo Florian, nachdem wir gestern an allen – vermeintlich – guten Stellen im Alten Land leider* keine Morcheln gefunden haben und Du und Elsbeth uns verlassen musstest, haben wir beschlossen, abschließend noch mal unsere Fundstelle in Harburg am xxxxxxxxxxx anzufahren. Eigentlich glaubten Bärbel und ich mit insgesamt 14 Morcheln am Vortag alles gefunden zu haben. Zur Begeisterung von Birgit, Gaby und Ulrich haben wir dort weitere 15 Käppchenmorcheln** gefunden ! Dafür das Birgit die meisten für ihren Kindergarten mitnehmen durfte habe ich noch einen dicken Kuß „geerntet“. Da macht das Morcheln besonders Spaß. Die anhängenden Fotos hat Ulrich gemacht. Heute hat Bärbel die Pilze zum Trocknen auf die Fensterbank gelegt. Ich finde die strahlen einen besonders pilzigen Geruch aus !? Viele Grüße Jochen
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Höhepunkt der Exkursion im Juni in den Harburger Bergen war der Fund von Florian Max: Die gesundheitsfördernde Wirkung vom Glänzenden Lackporling (Ganoderma lucidum) wird seit rund 4000 Jahren in China gepriesen. Zu Pillen gepreßt und mit einem verheißungsvolleren Namen versehen, beginnt der “Reishi-Pilz” zunehmend den europäischen Markt zu erobern. Er entgiftet die Leber, stärkt das Immunsystem, senkt Blutdruck und Blutzucker, hilft bei Asthma und Bronchitis.
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Das 1:0 im Spiel Deutschland gegen England bekamen wir als Böllerschüsse aus der Entfernung mitten im Wald bei diesem auffälligen Pilz mit: Nach einem kleineren Vorkommen kurz zuvor, fanden wir bei 32°C Lufttemperatur diesen deutlich größeren Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) am Fuße einer älteren Eiche. - Auch wenn dieser Pilz zum Verzehr bereits als “zu alt” vom Leitenden eingestuft wurde, einige jüngere Teile wurden trotzdem entnommen, um das mal selbst auszuprobieren. Die Bilder wurden von Ulrich Klein zur Verfügung gestellt.
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