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Die Spanier des Festlandes sind - wie die Mallorquiner - leidenschaftliche Pilzsammler und Pilzesser. Jedenfalls lässt das unübersehbare große Angebot an frischen Edelpilzen, gleich kiloweise gefrorene Steinpilze, Morcheln etc. sowie die vielfältigen Pilz-Konserven kaum eine andere Beurteilung zu. Wo andere mal eben eine Currywurst mit Pommes als Zwischenmahlzeit vorziehen, sitzen die Spanier in der Markthalle in Barcelona und verputzen frisch zubereitete Mischpilzgerichte vom Feinsten. Obwohl die Spanier mit der Trüffelproduktion längst die Franzosen überholt haben, einen offenen wenn auch kleinen Handel gibt es nur auf den großen Märkten. Richtige Trüffelmärkte, wie sie in Frankreich z. B. in der Provence üblich sind, wird man hier vergeblich suchen. Das läuft alles unsichtbar ab. Irgendwo. Irgendwie. Heimlich. Die Franzosen beziehen übrigens die meisten Perigord-Trüffeln aus Spanien. Sagen die Spanier. Und ich glaube das. Kilometerlange (Pilz-)Plantagen, anders und viel größer als in Frankreich. Alle eingezäunt. Da macht man sich so seine Gedanken. 150.000 mykorrhizierte Bäume allein auf einer einzigen etwa 600 ha großen Trüffelplantage, auf der Finca Los Quejigares bei Navaleno etwa 50 km westlich von Soria im Krater eines erloschenen Vulkans. (Zur Erläuterung: 1 ha das sind 10.000m². Demnach ist diese Plantage insgesamt 6.000.000 m² groß. Oder anders ausgedrückt: Wäre diese Trüffelproduktionsstätte nur 100m breit, müsste die Seitenlänge 60 km betragen.)
Bei dieser Nachfrage wundert es nicht, dass man seit etwa drei Jahrzehnten Plantagen nicht nur für die Trüffelgewinnung anlegt, sondern auch Pilzanbau mit anderen Mykorrhizapilzen wie Edelreizker, Blutreizker, Steinpilze, Bronzeröhrling und Pfifferlinge betreibt. Gerade in den letzten zehn Jahren, hat man deutlich an Erfahrungen dazu gewonnen, die Technologien verfeinert und viele neue große Plantagen angesiedelt.
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